Das Wichtigste in Kürze
- Höhe und Stamm: je größer, desto mehr Arbeit.
- Standort: Frei auf der Wiese ist günstiger als direkt am Haus, an der Straße oder an der Leitung.
- Zugang: Kommt die Maschine an den Baum heran oder muss alles von Hand gehen?
- Zustand: Morsche oder angebrochene Bäume brauchen mehr Vorsicht.
- Holz, Äste, Stubben: Was bleibt da, was muss weg?
- Sparen: mehrere Bäume bündeln, Holz selbst behalten, Fotos schicken.

Baumfällung: die Preisfaktoren
Wer nach den Kosten einer Baumfällung fragt, bekommt oft eine Spanne genannt, die von „ein paar hundert" bis „ein paar tausend Euro" reicht. Das hilft wenig. Besser ist es zu verstehen, was den Preis treibt. Dann können Sie Ihren eigenen Fall einschätzen und Angebote vergleichen.
1. Höhe und Stammdurchmesser
Je höher und dicker ein Baum ist, desto länger dauert das Fällen und Zerlegen und desto mehr Holz fällt an. Ein junger Baum mit dünnem Stamm ist oft in kurzer Zeit erledigt. Eine alte Fichte oder Buche mit dickem Stamm ist ein anderes Kaliber.
2. Standort
Das ist der größte Faktor. Ein Baum, der frei auf einer Wiese steht, kann im Ganzen umgelegt werden, wenn genug Platz ist. Steht er neben dem Haus, an der Garage, über dem Zaun, an der Straße oder unter einer Leitung, muss er Stück für Stück von oben abgetragen werden. Das dauert länger und braucht passende Technik, etwa einen Fällgreifer am Bagger oder am Kran.
3. Zugang
Kommt eine Maschine direkt an den Baum heran, geht die Arbeit schneller und sicherer. Steht der Baum im Hinterhof, hinter dem Haus oder am Hang ohne Zufahrt, muss mehr von Hand gemacht werden. Auch das Abtransportieren von Holz und Ästen dauert dann länger.
4. Zustand des Baums
Ein gesunder Baum verhält sich beim Fällen berechenbar. Ein morscher, hohler, schiefer oder nach einem Sturm angebrochener Baum nicht. Solche Problembäume brauchen mehr Vorsicht und oft andere Technik. Das schlägt sich im Aufwand nieder.
5. Holz und Äste
Nach dem Fällen liegen Stamm und Äste auf Ihrem Grundstück. Die Frage ist, was damit passieren soll. Behalten Sie das Stammholz als Brennholz, fällt weniger Arbeit an. Soll alles weg, kommt der Abtransport dazu. Das klären wir vor dem Auftrag.
6. Der Stubben
Der Baumstumpf bleibt nach dem Fällen stehen. Wenn er stören würde, kann er mit der Wurzelfräse entfernt werden. Das ist ein eigener Arbeitsgang, der dazu kommt. Mehr dazu auf der Seite Baumstumpf fräsen.
Warum es keine Pauschale gibt
Vielleicht haben Sie im Internet Tabellen mit Preisen nach Baumhöhe gesehen. Wir verzichten bewusst darauf. Zwei Bäume mit derselben Höhe können völlig unterschiedlich viel Arbeit machen, je nachdem, wo sie stehen und in welchem Zustand sie sind. Eine Pauschale wäre deshalb immer falsch: zu hoch für den einfachen Baum, zu niedrig für den schwierigen.
Stattdessen schauen wir uns Ihren Baum an, auf Fotos oder vor Ort. Oft können wir Ihnen dann schon am Telefon eine grobe Preisvorstellung geben.
So sparen Sie Kosten
- Mehrere Arbeiten bündeln: Anfahrt und Aufbau fallen nur einmal an. Wenn Sie mehrere Bäume, Hecken oder Stubben loswerden wollen, lohnt sich ein gemeinsamer Auftrag.
- Holz behalten: Wenn Sie das Stammholz als Brennholz nutzen, entfällt ein Teil der Abfuhr.
- Zugang frei machen: Gartenmöbel, Anhänger oder Holzstapel vorher wegräumen, damit die Maschine gut herankommt.
- Rechtzeitig planen: Bäume außerhalb von Gärten dürfen nur vom 1. Oktober bis Ende Februar gefällt werden. Wer früh anfragt, hat mehr Spielraum bei der Terminwahl.
- Gute Fotos schicken: Je besser wir den Baum vorab einschätzen können, desto genauer ist die Preisvorstellung.
Angebote vergleichen: darauf sollten Sie achten
Wenn Sie mehrere Angebote einholen, vergleichen Sie nicht nur die Endsumme. Fragen Sie nach:
- Was ist enthalten? Nur das Fällen oder auch Zerlegen, Aufräumen und Abtransport?
- Was passiert mit dem Holz? Bleibt es bei Ihnen, wird es mitgenommen, wird es gespalten?
- Was ist mit dem Stubben? Wird er gefräst oder bleibt er stehen?
- Wie wird gearbeitet? Mit welcher Technik? Ist der Baum am Haus sicher abzutragen?
- Absicherung: Muss eine Straße oder ein Gehweg gesperrt werden? Wer kümmert sich darum?
Ein Angebot, das diese Punkte offen lässt, ist schwer zu vergleichen. Fragen Sie im Zweifel nach.
Kosten für die Genehmigung
Für viele Bäume im eigenen Garten brauchen Sie keine Genehmigung. Ist doch eine nötig, etwa weil Ihre Gemeinde eine Baumschutzsatzung hat, legt die zuständige Stelle fest, ob und welche Gebühr anfällt. Je nach Satzung kann außerdem eine Ersatzpflanzung verlangt werden.
Wann Sie eine Genehmigung brauchen und wo Sie sie beantragen, erklärt unser Ratgeber Baum fällen in Baden-Württemberg.
So bekommen Sie schnell einen Preis
Schicken Sie uns per WhatsApp oder über das Formular:
- ein Foto vom ganzen Baum, möglichst mit etwas Abstand,
- ein Foto vom Stamm, gern mit einem Zollstock daneben,
- ein Foto vom Umfeld: Haus, Zaun, Straße, Leitungen,
- ein Foto vom Weg zum Baum,
- Ihren Ort und ob Holz, Äste und Stubben weg sollen.
Die meisten Aufträge setzen wir 1 bis 2 Wochen nach dem ersten Kontakt um. Mehr zu unserer Arbeit auf der Seite Baumfällung anfragen.
Quellen · Stand: Oktober 2026
- Preisfaktoren aus unserer eigenen Arbeit beim Lohnbetrieb Wangler
- § 823 Bürgerliches Gesetzbuch (Schadensersatzpflicht)
- service-bw: Baumfällgenehmigung beantragen (Zuständigkeit)
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ist keine Rechtsberatung. Im Einzelfall entscheidet Ihre Gemeinde oder die zuständige Behörde.

